13.08.2009

Ocean-Race

Volvo Ocean Race: Gleistein Ropes zieht positives Fazit

Presseinformation

Bremen, 13. August 2009

Gleich den zweiten Platz bei der ersten Kampagne, tolles Feedback vom Rigging Team und den Männern an Bord, gute Presse rund um den Globus – Thomas Schlätzer war mit dem Verlauf des VOLVO Ocean Race mehr als zufrieden. „Nach neun Monaten und mehr als 37.000 Seemeilen können wir definitiv sagen: Die Zusammenarbeit mit PUMA war für uns ein voller Erfolg“, so der Geschäftsführer von Gleistein Ropes, dem Official Rope Supplier des Segelteams.

Das Volvo Ocean Race war für Gleistein Ropes kein unbekanntes Terrain. Schon 2001/2002 waren sie beim Sieg der illbruck mit an Bord. Für den Seiler aus Bremen ist die härteste Regatta der Welt das beste Testlabor. Seile, die sich bei Temperaturen von unter 0 bis über 40 ° Celsius, bei den Windstärken und Belastungen bewähren, müssen zeigen, was in ihnen steckt. Deshalb engagierte sich Gleistein auch beim America’s Cup (BMW ORACLE Racing) und dem Trimaran IDEC (schnellste Solo-Weltumsegelung).

Die Seile an Bord der PUMA-Yacht „il mostro“ waren farbig kodiert, damit jeder Handgriff sitzt. Die Durchmesser reichten von 3 Millimeter (für Lashings) bis zu 14 Millimeter (für Genua-Shooten und Großfall). Wegen der extrem hohen Anforderungen kamen thermisch gereckte Seile zum Einsatz. Die Favoriten der PUMA-Crew waren optimierte TaperTwin, MegaTwin Dyneema HS, DynaOne und DynaOne HS. Als Mantelmaterial wurde bei allen Tauen wegen der Hitzebeständigkeit PBO verwendet, das schon als Rohstoff 150,-Dollar pro Kilogramm kostet. Dyneema diente in den meisten Fällen als lastaufnehmendes Material.

In einem Interview schildert der Geschäftsführer des Seilers von der Küste die Erfahrungen mit der „il mostro“, wirft einen Blick hinter die Kulissen des großen Regattaalltags und zieht sein Fazit als Official Rope Supplier des PUMA Teams.

 

Interview mit Thomas Schlätzer


Zehn Monate dauert das gesamte Rennen. Wie viel Zeit benötigten Sie für die Vorbereitungen?

Das war alles sehr knapp. Sechs Monate vor dem Start gab es den ersten Kontakt mit PUMA. Da sie keinen passenden Lieferanten in den USA gefunden hatten, kam unser Angebot gelegen und alles ging recht schnell. Bis zum Rennstart hatten wir dann Zeit, die Produkte abzustimmen und die drei Lieferorte rund um die Welt einzurichten.

Wie viele Meter Seil hat PUMA während des Rennens benötigt?

Wir hatten vorab versucht, das Mengenkontingent zu schätzen. Da waren wir sehr vorsichtig und haben viele Unwetter und Widrigkeiten einkalkuliert. Letztlich war es – was für unsere Seile spricht – weniger als erwartet, etwas über 15.000 Meter.

Inwieweit profitiert Gleistein von einer solchen Kooperation?


PUMA hat eine Menge Aufsehen erzeugt; es war mit Abstand das interessanteste Boot im Rennen. Das „Bodywork“ des Schiffes war fantastisch. Alle Boote sahen zum Ende des Rennens hin etwas mitgenommen aus – mit Ausnahme von PUMA. Der zweite Platz, der Fairness- und der Media-Preis strahlen natürlich auch ein bisschen auf die Supplier ab.

Was waren die Erkenntnisse aus dem „Extrem-Testlabor“ Volvo Ocean Race?

Wir haben viel über das Handling unserer Seile und ihr Verhalten unter widrigsten Umständen gelernt. Gerade die sauber getrennten Tec50 Mantelgarne und -litzen waren hervorragend und bestanden den marktüblichen Vergleich gegen Fassermischungen auf Litzenebene mit Bravour.

Wie profitieren die Hobbysegler von diesen Erkenntnissen?

Diese Erkenntnisse fließen sehr direkt in unsere Entwicklung ein. Wir arbeiten zurzeit an hochinteressanten Seilveredelungen für beständigeres Tauwerk, wie es bei Biege-Wechsellasten und Wärmeentwicklung benötigt wird.

Wie fällt das Fazit bei Ihnen im Haus aus?

Sehr gut. Die Zusammenarbeit mit Kimo Worthington als Teamchef und dem Rigging Team um Will van Cleef war sehr angenehm und erfolgreich. Wir haben sowohl auf der Produktseite als auch im Bereich Marketing einiges dazu gelernt. Und ich bin mir sicher, wir werden immer besser.

Also wird es eine Neuauflage im nächsten Jahr geben?

Schaun wir mal …

Was war für Sie der Höhepunkt des Rennens?

Wir hatten keinen Seilriss auf der gesamten Regatta! Das ist außergewöhnlich und wirklich ein Grund zum Feiern!

 

Über Gleistein Ropes

Gleistein stellt seit 1824 Tauwerke her und ist der älteste industrielle Familienbetrieb in Bremen. Das Unternehmen verfügt direkt an der Weser und in Trencin (Slowakei) über zwei der international modernsten Produktionsbetriebe zur Herstellung von Tauwerk mit insgesamt über 16.000 m² Produktionsfläche. Moderne Chemiefasern, anspruchsvolle Konstruktionen und richtungweisende Seilveredelungsanlagen bieten das gewisse „Mehr" an Qualität und Kundennutzen.
Gleistein bietet seinen Kunden einen kompletten Service, unterstützt sie mit Know-how und hilft bei der Wahl des richtigen Seils. Gebrauchsfertige Konfektionierung der Produkte, Durchführung von Auftragstests oder die Entwicklung von Speziallösungen vervollständigen das Angebot des Seilers von der Küste.

 

Pressekontakt:

Thomas Schlätzer
Geo. Gleistein & Sohn GmbH
Heidlerchenstrasse 7
28777 Bremen
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